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Zeiterfassung im Minijob: Was Arbeitgeber und Minijobber wissen müssen

Zeiterfassung im Minijob: Was Arbeitgeber und Minijobber wissen müssen

Warum Zeiterfassung im Minijob Pflicht ist

Viele Arbeitgeber unterschätzen die Dokumentationspflichten bei Minijobs. Dabei schreibt das Mindestlohngesetz (MiLoG) in § 17 eine umfassende Aufzeichnungspflicht vor. Diese gilt ausdrücklich auch für geringfügig Beschäftigte und ist nicht verhandelbar.

Der Hintergrund: Der Gesetzgeber will sicherstellen, dass auch Minijobber den gesetzlichen Mindestlohn erhalten. Ohne eine lückenlose Zeiterfassung lässt sich das nicht überprüfen.

Was genau aufgezeichnet werden muss

Nach § 17 Abs. 1 MiLoG muss der Arbeitgeber für jeden Minijobber folgende Daten dokumentieren:

Die Aufzeichnungen müssen spätestens bis zum Ablauf des siebten auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertages erstellt werden. Sie sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren (§ 17 Abs. 2 MiLoG).

Besondere Anforderungen in bestimmten Branchen

In den nach § 2a Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG) genannten Wirtschaftsbereichen gelten verschärfte Pflichten. Dazu gehören unter anderem:

In diesen Branchen gilt die Aufzeichnungspflicht für alle Beschäftigten, nicht nur für Minijobber. Die Dokumentation wird bei Kontrollen durch den Zoll besonders streng geprüft.

Mindestlohn und Stundengrenze 2025/2026

Der gesetzliche Mindestlohn liegt seit dem 1. Januar 2025 bei 12,82 Euro brutto pro Stunde. Ab dem 1. Januar 2026 steigt er auf 13,90 Euro brutto pro Stunde.

Für Minijobs gilt eine monatliche Verdienstgrenze, die an den Mindestlohn gekoppelt ist. Sie berechnet sich so: Mindestlohn x 130 Stunden / 12 Monate. Für 2026 ergibt sich daraus eine Grenze von 556 Euro pro Monat. Die dynamische Anpassung stellt sicher, dass Minijobber bei Mindestlohnerhöhungen nicht automatisch weniger Stunden arbeiten dürfen.

Daraus folgt eine maximale monatliche Arbeitszeit von rund 40 Stunden bei Mindestlohn. Wird mehr gearbeitet, droht die Überschreitung der Minijob-Grenze, und das Arbeitsverhältnis wird sozialversicherungspflichtig.

Rechenbeispiel für 2026

Wer mehr als den Mindestlohn zahlt, kann entsprechend weniger Stunden einplanen, ohne die Verdienstgrenze zu überschreiten. Die Zeiterfassung hilft dabei, den Überblick zu behalten.

Was passiert bei Verstößen?

Die Bußgeldvorschriften im Mindestlohngesetz sind erheblich. Nach § 21 MiLoG drohen folgende Strafen:

Zusätzlich kann ein Verstoß gegen den Mindestlohn zum Ausschluss von öffentlichen Aufträgen führen. Die Kontrolle obliegt der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Zoll, die unangemeldet prüfen darf.

Die Familienausnahme

Eine Ausnahme von der Aufzeichnungspflicht nach dem MiLoG besteht für enge Familienangehörige. Nach der Gesetzesbegründung sind Ehegatten, eingetragene Lebenspartner und Kinder des Arbeitgebers von der Mindestlohnpflicht ausgenommen, sofern sie im Familienbetrieb mitarbeiten.

Allerdings gilt das nur, wenn tatsächlich ein familiäres Verhältnis und kein verdecktes Arbeitsverhältnis vorliegt. Im Zweifel empfiehlt es sich, auch hier Arbeitszeiten zu dokumentieren.

Praktische Tipps für die Umsetzung

Für Arbeitgeber

Für Minijobber

Digitale Zeiterfassung als Lösung

Eine App-basierte Zeiterfassung bietet gerade für Minijobs erhebliche Vorteile. Start und Ende werden per Knopfdruck erfasst, die Dauer wird automatisch berechnet, und die Daten sind sicher gespeichert. Das spart Zeit, vermeidet Fehler und erfüllt die gesetzlichen Anforderungen zuverlässig. Work Counter ist ein Beispiel für eine solche App: Arbeitszeiten werden mit einem Tipp erfasst und lassen sich als PDF, CSV oder Excel exportieren.

Besonders bei Minijobs mit wechselnden Einsatzzeiten ist eine solche Lösung sinnvoll. Handschriftliche Stundenzettel gehen leicht verloren oder werden verspätet ausgefüllt. Digitale Systeme erinnern an die Erfassung und sichern die Daten automatisch.

Minijob-Stunden einfach erfassen mit Work Counter

Work Counter macht die Zeiterfassung im Minijob besonders einfach: Einstempeln, ausstempeln, fertig. Die App berechnet die geleisteten Stunden automatisch und exportiert die Daten als PDF oder Excel zur Vorlage beim Arbeitgeber oder Zoll. Laden Sie Work Counter kostenlos im App Store herunter.

Quellen

Work Counter app

Stunden erfassen mit Work Counter

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